Ich werde irgendwann verschwinden, denn ich bin nur eine Illusion...
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... bevor du diesen ersten Schnitt machst, denk daran. Du wirst das genießen. Das bl*t und die Schmerzlinderung wird dich süchtig machen. Obwohl du denkst, du könntest nur ein paar winzige Schnitte machen, die nicht tief sind und leicht heilen ... sie werden tiefer werden. Sie werden Narben bilden. Sie werden manchmal Monate brauchen, um zu heilen!!! Und Jahre, bis die Narben verblasst sind! Wenn du glaubst, du könntest das schneiden auf einen Teil deines Körpers beschränken, denk nochmals ... es wird sich ausbreiten, sobald dir die Haut ausgeht. Sei bereit, dich vor anderen zurückzuziehen und mit einem andauernden Schamgefühl zu leben. Sogar wenn du die ehrlichste Person bist, die je gelebt hat ... du wirst dich selbst dabei erwischen, wie du die Leute belügst, die du liebst. Du wirst vor deinen Freunden zurückschrecken, wenn sie dich berühren, als ob ihre Hände voller Gift wären. Du wirst dich fürchten, dass sie etwas unter dem Stoff deines Hemdes fühlen, oder einfach weil es so weh tut, berührt zu werden.

Sei darauf vorbereitet, so außer Kontrolle zu geraten, dass du deinen nächsten Schnitt fürchtest weil du nicht weißt, wie schlimm er werden wird. Warte nur, bis aus 10 Schnitten 100 werden... Sei darauf vorbereitet, dass sich dein ganzes Leben nur noch um die Gedanken ans schneiden drehen wird ... schneiden und verstecken und schneiden. Und warte nur, bis du zum ersten Mal "zu tief" schneidest. Und du drehst durch, weil es nicht mehr aufhört zu bluten ... und dir steht der Mund offen ... und du fühlst, wie du am ganzen Körper zitterst. Du hast eine Panikattacke und bist völlig verängstigt, aber du kannst es niemandem sagen. Und so sitzt du alleine dort ... betest, dass es noch mal gut geht und schwörst, dass du es nie wieder so weit kommen lassen wirst... Aber du wirst, und weiter. Keine Angst, du wirst lernen, wie du deine Wunden richtig versorgst damit du tiefer und tiefer gehen kannst und die Notaufnahme vermeidest. Und je besser du im Behandeln wirst, umso tiefer werden deine Schnitte werden.

Du wirst dir selbst was vorlügen und dich rechtfertigen wenn du dich dabei erwischst, wie du 20, 30 oder 50 Dollar bei jedem Besuch in der Apotheke ausgibst. Du wirst das nervöse Herzklopfen spüren jedes Mal, wenn du zur Kasse gehst, um deine Einkäufe zu bezahlen. Schmetterlingspflaster ... 3 oder vier verschiedene Arten von Verband ... Wundesin ... antibiotische Creme ... Leukoplast ... Narbenreduktionsmittel ... Du wirst ungeduldig mit dem Fuß klopfen in der Hoffnung, dass die Schlange einfach weitergeht und niemand dich anstarrt oder sich fragt, wozu du all diese Dinge brauchst. Und gleichzeitig wirst du heimlich hoffen, dass es jemand bemerkt ... jemand der in der Schlange steht und die Arme bepackt hat mit den gleichen Bedarfsmitteln ... jemand, der dich versteht, aber natürlich passiert das nie.

Medizinische Bedarfsmittel sind nicht das einzige, wofür du dein ganzes Geld ausgeben wirst. Sei darauf vorbereitet dir eine neue Garderobe zu kaufen ... langärmelige Hemden in Sommerfarben, Armbänder, Armreifen, Stiefel, Handschuhe, ... die Liste geht weiter und weiter.

Du wirst beginnen, jeden anders anzuschauen ... Ihre Körper absuchen nach Anzeichen von SVV ... einfach hoffen jemanden zu treffen, der so ist wie du, damit du dich nicht so schrecklich allein fühlst. Du wirst nicht mal drüber nachdenken ... während deine Augen ihre Handgelenke und Arme absuchen ... in der Hoffnung, dass sie wie du sind ... Aber sie sind es nicht. Du wirst ihre gesunden Arme sehen und dich furchtbar beschämt und allein fühlen.

Du wirst anfangen, viele Dinge allein zu tun. Du wirst deine Wäsche immer allein waschen müssen, damit niemand die Blutflecken auf deinem Gewand und deinen Handtüchern sieht. Du wirst immer wieder das Blut wegputzen... Den Badezimmerboden schrubben... das Blut von der Tastatur wischen...

Du wirst keinen Tag mehr schaffen, ohne dich zu schneiden... Das nächste woran du dich erinnerst, ist in einem öffentlichen Klo irgendwo zu sein und den Wundschorf mit einer Nähnadel zu öffnen, die du für Notfälle in deiner Geldtasche hast. Wenn du wirklich verzweifelt bist, kannst du alles verwenden als Werkzeug zum schneiden ... eine Schere ... ein Autoschlüssel ... eine Nadel ... eine Büroklammer ... sogar ein Füller. Ganz egal was es ist, wenn dein Bedürfnis, dich zu schneiden, schlimm genug ist, wirst du irgendwas finden.

Sag auf Wiedersehen zu Dingen, die du für selbstverständlich gehalten hast. Wie zum Beispiel kurze Hosen oder Sandalen ... Pediküre ... ärmellose Tops.

Ein normaler Sommertag am Strand oder im Schwimmbad wird für dich eine lang zurückliegende Erinnerung werden.

Sei darauf vorbereitet, dass es juckt und du dich kratzt. Denn du wirst dich kratzen und kratzen. ..."So viel, dass es aussieht, als hättest du Flöhe oder eine Hautkrankheit."

Du wirst ein Experte werden, was deinen Körper betrifft, während du ihn vorsichtig zerstörst. Du wirst vom schneiden träumen... du wirst davon träumen, entblößt zu werden. Es wird dich Tag und Nacht verfolgen und dein Leben übernehmen. Du wirst dir wünschen, diesen ersten Schnitt nie gemacht zu haben, weil du das schneiden HASST ... und gleichzeitig liebst du es und kannst ohne es nicht mehr leben.

Du bist gewarnt...

- - -

Zwei Menschen am Abgrund ihres Lebens
Stehen dort und sehen sich an
Die silberne Klinge schon in der Hand
Die ihr Leben so schnell beenden kann

Zwei Menschen am Ende ihres Daseins
Mit Tränen in den Augen, so eisig warm
Wild entschlossen und unaufhaltsam
Tiefe Schnitte auf ihren Armen

Das Blut, es läuft und tropft hernieder
Der Boden durchnässt von rotem Lebenssaft
Ein letzter Blick, dann ist’s vorbei
Schon ist entwichen die letzte Kraft

Am nächsten Tag wurden sie gefunden
Zwei leblose Körper am Wegesrand
In einer Lache aus ihrem Blut
Lagen sie beide nun, Hand in Hand..

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